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Ein kleiner Stich mit schwerwiegenden Folgen. Die Dengue – Epidemie in Bolivien hat im Februar 2009 ein nie zuvor erreichtes Ausmaß angenommen.

Die meisten Fälle der fast 34 000 Dengue-Infizierten gab es in Santa Cruz. Allerdings griff das Tropenfieber auch auf die Nachbarstaaten von Bolivien, Argentinien, Chile, Paraguay und Peru über.

Das Risiko, einer Dengue – Infektion ist je nach Saison verschieden hoch. Allerdings ist grundsätzlich während der Regenzeit und bei Überschwemmungen die Ansteckungsgefahr am höchsten, da das Brackwasser in Unmengen von Pfützen zurück bleibt und somit eine ideale Brutstätte für die übertragenden Stechmücken bietet. Das Dengue – Fieber kam bis jetzt schon in mehr als 100 tropischen und subtropischen Ländern außerhalb Europas vorund wird als mäßig gefährlich eingestuft.

Die weltweiten Gesundheitsorganisationen schätzen die Zahl der Infektionsopfer auf weltweit zirka 50 Millionen im Jahr. Davon verlaufen jährlich viele tausende Erkrankungen in der schweren und blutigen Form an der im Jahr zirka 20 000 Menschen sterben.

Mitte Februar des Jahres 2007 wurde in Paraguay wegen der Dengue – Fieber – Epidemie der Notstand ausgerufen. Laut Aussagen waren offiziell etwa 15 000 Menschen an dem Virus erkrankt inoffiziell sollen es allerdings mehr als 60 000 gewesen sein. Für diese Erkrankung gibt es keinen Impfstoff und wird ausgelöst durch das Flavivirus das wiederum von Stechmücken übertragen wird.

Selbst in der Hauptstadt Indonesiens, in Jakarta, sind nach schweren Überschwemmungen viele Dengue-Fieber-Infektionen aufgetreten. Ausserdem gehört Indonesien ebenso wie Thailand, Indien, Sri Lanka und Brasilien zu den Orten der Welt in denen es das Virus in den letzten Jahren immer wieder vereinzelt gab.

Die Krankheitsanzeichen des einfachen Dengue – Fiebers gleichen denen einer Grippe. Man bekommt plötzlich hohes Fieber und plagt sich mit Schüttelfrost und starken Kopf – und Gliederschmerzen. In Ausnahmefällen kann es auch zu Hautausschlag kommen der sich im Gesicht und auf dem ganzen Körper verteilt. Das Dengue – Fieber bricht etwas 3 – 14 Tage nach der Infektion aus und wenn sie als Reisender aus dem Urlaub grippeähnliche Symptome haben sollten sie sofort Ihren Arzt aufsuchen.

Im Laufe der ersten 3 – 7 Tage kann die Erkrankung selbst festgestellt werden, danach kann man spezifische Antikörper im Blut nachweisen. Neben der klassischen Form gibt es auch eine atypische Form die milder verläuft und höchstens 72 Stunden anhält.

Normalerweise verläuft die Dengue – Erkrankung nicht tödlich. Allerdings besteht ein erhöhtes Risiko wenn man sich gleichzeitig mit zwei Untertypen des Virus infiziert, den das Flavivirus unterteilt man in vier Untertypen, und die Infektion mit zwei dieser Virustypen kann zu dem Hämorrhagischen, dem schwerwiegenden blutigen, Dengue – Fieber führen. Neben dem drastischen Fieberanstieg und den extremen Kopfschmerzen kommt es bei dieser Art nach zwei bis sechs Tagen zu schwerwiegenden Blutungen der inneren Organe und kann somit zum Tod führen. Auch Symptome einer Hirnhautentzündung können als Anzeichen auftreten.

Da das Dengue – Fieber nur nach Symptomen behandelt werden kann bekommt man Mittel gegen Fieber und Schmerzen. Allerdings scheidet der Wirkstoff Acetylsalicysäure aus weil es die Blutungsneigung unterstützt die ja bei dieser Erkrankung durchaus auftreten kann. Des weiteren muss bei dem Hämorrhagischen Dengue – Fieber der Haushalt von Flüssigkeit und Elektrolyt ausgeglichen werden. Sollten sie also im Tropen – Urlaub plötzlich solche Symptome an sich erkennen auf keinen Fall ein Acetylsalicysäure-Präparat einnehmen sondern auf Fieber – und Schmerzsenkungsmittel wie Ibuprofen oder Naproxen zurückgreifen. Bei der Organisation der Reiseapotheke sollte dies beachtet werden.

War man einmal an Dengue – Fieber erkrankt ist man für sein ganzes Leben immun gegen den Untertypen mit dem maarrayn sich infiziert hat. Dadurch das es aber vier Untertypen gibt besteht das Ansteckungsrisiko aber nach wie vor. Einen Impfstoff gibt es für dieses Virus nicht daher bleibt zu Vorbeugung nur ein intensiver Mückenschutz mit Hautschutzmitteln und stichfester Kleidung. Ausserdem sollten sie die Risikoländer nicht in der Regenzeit bereisen den dies verringert das Infektionsrisiko noch einmal deutlich.

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